E-Health & Digitale Versorgung


Möglichkeiten der Behandlung in der digitalen Welt

Nicht nur Jugendliche, auch immer mehr Menschen im höheren Lebensalter nutzen digitale Endgeräte, um sich zu informieren. Das trifft auch auf Fragen zur eigenen Gesundheit und Behandlung von Erkrankungen zu. In unser Leben hält zunehmend die Erwartung Einzug, zu jeder Tageszeit und an allen Orten umfassend Informationen und Ratschläge einholen zu können. In verschiedenen Foren tauschen sich „Betroffene“ über Behandlungswege und Erfahrungen aus. Dies entspricht leider oft nicht dem Anspruch an objektive und medizinisch fundierte Beratung.
Die digitale Welt eröffnet uns aber auch neue Möglichkeiten der Behandlung und des Kontaktes zu unseren Patienten, zu Kollegen und Leistungserbringern in unserem Versorgungsbereich. Wir als Spitzenverband ZNS wollen uns einmischen und einbringen und die neuen Entwicklungen aktiv mitgestalten. Hierzu haben einige unser Mitgliedsverbände innovative Anwendungen entwickelt, die zu einer Steigerung in der Versorgungsqualität von ZNS Erkrankungen beitragen können:

 

ZNS-Konsil

Diese Möglichkeit der gemeinsamen Behandlung von Menschen mit psychischen oder neurologischen Erkrankungen in Obhut des Facharztes für Allgemeinmedizin, über eine internetbasierte sichere Plattform zum Austausch der Patientendaten und Therapieempfehlungen.

Der versorgende Hausarzt gewinnt damit Sicherheit in der Behandlung des ihm vertrauten Patienten und kann durch die Unterstützung des Facharztes für Neurologie oder Psychiatrie eine rasche indikationsgerechte Therapie einleiten, der Patient erfährt eine Behandlung zeitnah und durch einen ihm vertrauten Arzt, Doppelbehandlungen werden somit meist entbehrlich. Bei offenen Fragen oder unklaren Befunden kann auch eine direkte Vorstellung beim Konsilarzt erfolgen.

 

Neuro-/ Psychapp

Die Nutzung verschiedener Apps ist für uns zur Selbstverständlichkeit geworden. Von diesem Umstand sollen auch unsere Patienten profitieren. Über eine App können Patienten ganz individuell ihr „Tagebuch“ führen (Schmerztagebuch, Schlaftagebuch, Anfallstagebuch,), Informationen (z. B. im Sinne einer Psychoedukation) einholen oder dem Behandlungsteam signalisieren, dass bestimmte Interventionen erbeten werden. Terminvergabe oder Videosprechstunde können eingebunden werden.

Wir haben keine Angst vor der digitalen Entwicklung der Medizin. Wir gestalten sie sogar aktiv mit. Mit unserer fachärztlichen Expertise ist die digitale Versorgung ein Gewinn für die ZNS Versorgung und den Patienten.


Spitzenverband ZNS 2017