Gemeinsam die Versorgung und Teilhabe von Menschen mit MS verbessern

22. Januar 2020 0

Der SpiZ veröffentlicht gemeinsam mit der Patientenvertretung DMSG das White Paper Multiple Sklerose 2030 und fordert eine bessere Versorgung und Teilhabe von Menschen mit MS

 

Der Spitzenverband ZNS (SpiZ), der Berufsverband Deutscher Neurologen (BDN) und der Berufsverband Deutscher Nervenärzte (BVDN) haben heute gemeinsam mit dem Deutsche Multiple Sklerose Gesellschaft Bundesverband (DMSG) das White Paper Multiple Sklerose Versorgung 2030 veröffentlicht. Darin fordern wir ein stärkeres Bewusstsein für die Belange von Menschen mit Multipler Sklerose (MS), eine koordinierte, facharzt- und sektorenübergreifende gesundheitliche Versorgung und eine verstärkte berufliche und soziale Teilhabe von Menschen mit MS.

 

Das White Paper soll einen Anstoß für eine öffentliche Debatte geben, wie Menschen mit MS durch eine bedarfsgerechte medizinische Versorgung selbstbestimmt am Leben teilhaben können. Martina Stamm-Fibich, Mitglied des Deutschen Bundestags und Patientenbeauftragte der SPD-Bundestagsfraktion, unterstützt die Initiative und das Anliegen, die Versorgung und Teilhabe von Menschen mit MS zu verbessern. „Der Schulterschluss zwischen Politik, Ärzten und Patientenvertretungen kann dazu beitragen, allen Patienten eine bedarfsgerechte Versorgung zu ermöglichen“, sagt Dr. Uwe Meier, Präsident des SpiZ.

 

Die medizinische Versorgung von Menschen, die an MS erkrankt sind, ist aufwändig und auf Grund der komplexen Versorgung therapeutisch herausfordernd. „Um die passende Therapie zu finden, muss das gesamte therapeutische Spektrum zur Verfügung stehen. Dazu braucht es weitere Anstrengungen, allen Patientinnen und Patienten Therapien bedarfsgerecht zu ermöglichen. Schnittstellen und vor allem ungewollte Steuerungseffekte, die durch Verordnungsquoten oder Leistungsbudgetierung entstehen, müssen weiter abgebaut werden,“ fordert Dr. Uwe Meier.

 

In der MS-Versorgung ist in den vergangenen Jahren bereits viel passiert. Arzneimitteltherapien sind heute verfügbar, die nicht nur besser wirken, sondern auch die Lebensqualität der Patientinnen und Patienten verbessern helfen. Zu einer patientenorientierten Versorgung gehören auch neuropsychologische Behandlungen, Physiotherapien, Ergotherapien, Logotherapien, ambulanten Neurorehabilitationen und Pflegeangebote. Für den Erhalt der Erwerbsfähigkeit und Berufstätigkeit, der sozialen Teilhabe und der Mobilität sind sie bedeutend.

 

„Dem White Paper müssen nun Maßnahmen und Positivbeispiele folgen, die die patientenorientierte, facharztübergreifende und koordinierte Versorgung erleichtern,“ so Dr. Uwe Meier. „Dafür müssen die relevanten Akteure aus Politik, Selbstverwaltung und Versorgung an einem Strang ziehen.“

 

Die komplette Version des White Papers finden Sie kostenfrei hier.

 


Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *


Spitzenverband ZNS 2017