AKTUELLES


24. September 2017 Uncategorized0

Vorbemerkung

Der Spitzenverband ZNS, in dem sich die führenden fachärztlichen Berufsverbände der psychiatrischen, kinder- und jugendpsychiatrischen, neurologischen und psychosomatischen Fachgruppen zusammengeschlossen haben, sieht den vorliegenden Arbeitsentwurf des Bundesministeriums der Gesundheit äußerst kritisch. Die Fachärzte der genannten Fachgruppen, die selbst auch Psychotherapeuten sind, sehen noch erheblichen Klärungsbedarf in Bezug auf die geplante Gesetzesänderung, mit der ein neues, noch nicht mit einem Namen versehenes Berufsbild geschaffen werden soll. Sie begrüßen ausdrücklich die Bestrebungen, durch die geplante Reform der Ausbildung nicht-ärztlicher Psychotherapeuten, Standards zu definieren, die zu einer qualitativ guten und sicheren Patientenversorgung führen sollen.

Ärztliche Kompetenzen, die aktuell nur im Rahmen eines Medizinstudiums erworben werden, dürfen durch die Reform nicht in ein neues Berufsbild mit einem vollkommen anderen Heilberufsverständnis übertragen werden. Dies würde zwangsläufig zu einem Verlust in der Qualität der Behandlung und zu einer Gefährdung des Patientenwohls führen.


Spitzenverband ZNS 2017